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4. Mai 2016

Nimm deine Zwangsgedanken und Zwangsverhalten an

JEDERS Verhalten sowie JEDER Gedanke, der zwanghaft getrieben ist, hat etwas mit Kontrolle zu tun.

Das kann ich so sagen, weil ich es a) selbst erfahren habe. Und b) es immer wieder bei Menschen beobachte, die noch NICHT nach verarbeiten und loslassen können.

Ob Putz-Zwänge, Essstörungen, Arbeitswahn, zwanghaftes Denken, Zähl-Zwänge, Zurechtrückt-Zwänge, usw. usf. – sie sind ALLESAMT da, um irgendetwas anderes, darunter liegendes, noch NICHT erkennen und fühlen zu müssen.

Sie sind quasi ein Ablenkmanöver, das ne Menge Energie und Lebenszeit einfordert. Das in manchen Fällen sogar krank machen kann. Und dennoch immer, wie alles im Leben, seine Daseinsberechtigung hat.

Ich selbst hatte jahrelang etliche Zwänge und weiß heute, dass es damals eben noch nicht die Zeit war, um genau hinzusehen und gesund nach zu verarbeiten. Vermutlich hätte ich mit all den aufgestauten Selbstzweifeln, der Selbstkritik, der Selbstablehnung, der Einsamkeit und der versteckten Ohnmacht NICHT umgehen können. Ich hatte zu dieser Zeit die Kompetenz noch nicht inne, um meine Wunden wohlig zu versorgen. Selbstliebe zu erleben und Stück für Stück loszulassen.

Wobei ich rückblickend glaube, dass auch die Phasen der Zwänge bereits zum Loslass-Prozess dazu gehörten. Denn sie brachten mich langsam auf den Weg, etwas in meinem Leben zu verändern.

Jeder Zwang von damals war ein lebensrettendes Mittel, das mir die Möglichkeit gab, mein Leben trotz vieler traumatischer Erfahrungen aus meiner Kindheit und Jugend weiter leben zu können.

Also bin ich heute dankbar dafür.

Wenn dich dieses sensible Thema in irgendeiner Form betrifft, will ich dir in diesem Beitrag ein paar wertvolle Worte zum Umgang mit Zwängen nennen.

Prüfe für dich, was sich gut anfühlt und nimm “nur” das für dich und dein Leben daraus mit:

Lerne, deine Zwänge zu akzeptieren. Begreife, dass sie ein Schutzmechanismus für dich darstellen. Dass sie dir helfen, dich auf deinen Weg zu bringen. Du bist schon mitten drin.

Sie wollen dir sagen: “Ich weiß, es ist jetzt anstrengend für dich, mit all den Zwängen gerade. Doch glaub mir, in deiner aktuellen Lebensphase ist es “besser” so für dich. Du bist noch! nicht ganz so weit. Gib dir Zeit, lass los. Vertrau mir, dass ich nur dein Bestes möchte.”

Wenn du deine Zwänge akzeptieren lernst, lernst du automatisch die Gedanken und Gefühle, die unter den Zwängen liegen, akzeptieren. Du wirst weicher, liebevoller. Annehmender dir selbst gegenüber. Und genau auf diese Weise, können die Zwänge gehen und die verdrängten Gedanken und Gefühle nach und nach ans Tageslicht treten.

Und von dir in stetig wachsender annehmender Haltung nach verbreitet und losgelassen werden.

Das ist ein Entwicklungsprozess, der Zeit, Liebe, Ruhe, Energie benötigt. Der niemals endet und von Tag zu Tag wunderbar für dich be-greifbarer wird.

Der dich zu dir selbst führt. Dich ganz macht.

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Lies meine Geschichte

Fast drei Jahrzehnte litt ich, vor allem körperlich, an meinen verdrängten Gefühlen der Angst, Wut, Trauer, Schuld, Eifersucht und Ohnmacht. Ich wurde zur äußerlich starken Kämpferin, die ihr Innenleben vollkommen verleugnete. Ich definierte meinen Selbstwert beinahe gänzlich über Leistung und die darauffolgende Anerkennung von außen. Blieben die Zurufe aus, fiel ich frustriert zusammen.

Ich lebte ein sehr anstrengendes leben, das mich innerlich mehr und mehr erschöpfte – bis ich schließlich völlig zusammenbrach und sich mir mein ganzes Gefühlsleben auf einen Schlag offenbarte. Ich wollte nicht mehr leben, so gewaltig waren die Energien, die sich endlich ihren Weg durch meinen Körper bahnten und abflossen.

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2 Kommentare

  1. Ein spannendes Thema, wo sich bei dir die Frage anschließt, wo beginnt ein Zwang. Es gibt da sicher tausende Zwischenstufen zwischen “normal” und nicht normal. Und selbst das was von vielen als normal angesehen wird, ist für mich schon das ausagieren von Unbewusstem. Wenn mir häufig eine bestimmt Melodie durch den Kopf geht, weil ich früher mal viel Musik gemacht habe, fällt das dann unter Zwang? Ich empfinde es so… aber was für eine Kontrolle könnte dahinter stecken?

    • Für mich ist es ganz gleich, ob du eine Melodie ständig im Kopf hast oder ob u irgendwie eine andere Art von Wiederholung in deinem Leben praktizierst. Ein Zwang ist es für mich dann, wenn es dich belastet und wenn du es selbst nicht mehr regulieren kannst. Wenn mir eine Melodie durch den Kopf geht, kann ich diese über mentale Techniken wegschieben, wenn ich das möchte. Vielleicht gefällt sie mir aber auch und ich genieße die Wiederholung. Also: erst dann, wenn dich dein Geist packt und du dich damit noch dazu unwohl fühlst, ist es für mich ein Zwangsgeschehen.
      Was dahinter steht findest du raus, wenn du dir in dem Moment immer wieder eben diese Frage stellst: “Was steht hinter diesem Verhalten? Welche Gefühle erlaube ich mir noch nicht zu spüren?.”

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