Über mich

Mein fachlicher Hintergrund

Ich habe nach meinem Abitur eine Ausbildung zur Pharmazeutisch Technischen Assistentin an einer Privatschule in Landau absolviert und insgesamt – auch während meines darauffolgenden Studiums der Diplom Pädagogik (inkl. Zusatzstudium Kommunikationspsychologie) – sieben Jahre beratend in einer Apotheke gearbeitet. Menschen zu fühlen, mit ihnen zu kommunizieren und ihnen zu helfen hat mir schon immer Freude bereitet sowie meinem Leben Sinn gegeben.

Das war mit ein Grund, weshalb ich mich nach zwei Jahren Vollzeitarbeit in einer Apotheke für ein Pädagogik Studium entschied, als auch für eine Zusatzqualifikation in Kommunikationspsychologie. Die doch eher monotone und auf Medikamente ausgerichtete Beratung in der Apotheke genügte mir nicht mehr. Zudem konnte ich mit meinem wachsendem Bewusstsein nicht länger hinter der Pharmaindustrie und deren Art der Arzneimittelvermarktung stehen.

Während des Studiums absolvierte ich ein halbjähriges Praktikum in einem Verein für Förderung, Bildung und Beratung arbeitsloser Jugendlicher. Ich sah die vielen verletzten Seelen und begriff zunehmend, dass auch ich viele Wunden und Narben in mir trug. Also eignete ich mir über die Inhalte meines Studium hinaus weiteres Wissen zur persönlichen Entwicklung und Selbstfindung an. Ich las etliche psychologische und spirituelle Fachbücher, suchte mir Mentoren und absolvierte später für ein Jahr eine Yoga-Lehrerausbildung bei Yoga Vidya in Karlsruhe.

Ich begriff, dass ich mich die ganze Zeit über bereits auf meinem persönlichen Weg zur Heilung befand. Alles, was ich tat, entstand aus einer tiefen Motivation heraus: Mich selbst finden und heilen zu wollen.

Nach meinem Studium schrieb ich mein erstes Buch Glücksbewusstsein und machte mich als Coach selbstständig. Ich arbeite knapp zwei Jahre als Mental Trainerin mit einem bekannten Personal Trainer in Karlsruhe zusammen. Ich teilte meine Erfahrungen sowie mein Wissen und war dabei sehr erfolgreich.

Während einer Shiatsu Körpertherapie, die ich nebenher absolvierte, um mich körperlich besser spüren zu können und mehr Energie zu erlangen, wurde ein bis dahin abgespaltenes Missbrauchserlebnis angestoßen. Ich begriff nun, wer ich wirklich war – was ich erfahren musste und was mich so stark in meinem Leben geprägt hat. Damit hatte die Suche nach der Wahrheit ein Ende und mir wurde bewusst, dass ich leider nicht die Ressourcen in mir trug, um anderen Menschen in schwierigen Phasen auf so nahe Weise, wie das in einem Coaching der Fall ist, zu helfen. Ich musste mir eingestehen, dass ich ein Leben mit Angst und Depression führe.

Also entschloss ich mich dazu, meine Erfahrungen sowie mein Fachwissen zukünftig etwas distanzierter über meine Autorenarbeit mit anderen Betroffenen zu teilen.

Ich fühle mich mit dieser Entscheidung wohl und ich habe das Gefühl, in meinem beruflichen Leben ein Stück mehr angekommen zu sein. Ich hoffe sehr, dass ich über diesen indirekten Weg des Helfens noch vielen Menschen in Not auf authentische Weise Unterstützung bieten kann.

Weitere Therapieerfahrungen

Ich habe sehr früh begriffen, dass das Leben, in dem ich aufwuchs, nicht das ist, was ich wirklich leben möchte. Und so entwickelte ich schon als Kind einen starken Willen, der mich da raus und in ein gesundes Leben hinein führen sollte. Im Laufe meines Jugend – und Erwachsenenalters begab ich mich immer wieder in die Hände von Therapeuten. Ich wollte meine Psyche heilen. So absolvierte ich zwei Verhaltenstherapien (jeweils drei Jahre), eine tiefenpsychologisch ausgerichtete Ehetherapie gemeinsam mit meinem damaligen Mann sowie zwei weitere Jahre Einzeltherapie (tiefenpsychologisch fundiert).

Außerdem durfte ich einiges über mich und das Leben in einer einjährigen Einzel-Yogatherapie erfahren. Meine damalige Mentorin war bereits über 70 Jahre alt gewesen und sie brachte mir mit viel Geduld, Freude und Leichtigkeit bei, wie das Leben wirklich ist und wie ich ganzheitlich lernen konnte, mit meinen angstvollen und depressiven Gedanken umzugehen. Ihr verdanke ich die Basis meiner Entwicklung in ein gesünderes Leben.

Ein Teil meiner persönlichen Geschichte

Bei mir geschah es sehr früh, dass sich ein starker Wille in mir ausbildete, später einmal – wenn ich erwachsen bin – ein anderes Leben zu führen, als das, was mir meine Herkunftsfamilie vorlebte. Ich habe sehr früh erkannt, dass es viele Welten gibt und dass ich die Welt, in der ich aufwuchs nicht blind übernehmen musste. Dieser Wille gab mir die Kraft mich Stück um Stück selbst zu finden und meine Wunden zu heilen. Er führte dazu, dass ich alles in meinem Leben darauf ausrichtete, ein gesünderes Dasein führen zu können.

Aufgewachsen bin ich in einer einfachen Familie, die mit Alkoholsucht, Kriminalität und zwischenmenschlichen Abhängigkeitsverbindungen zu tun hatte. Mein Vater nahm sich sein Leben als ich 17 Monate alt gewesen bin. Ich wuchs danach größtenteils bei meiner Oma auf, da meine Mutter in Schichten arbeiten musste. Ich musste schon früh psychische und physische Gewalt als auch sexuelle Übergriffigkeit erleben und hatte niemals das Gefühl, bei meiner Familie sicher zu sein, was dazu führte, dass ich ein auf ständige Alarmbereitschaft ausgelegtes Nervensystem entwickelte. Für mich war es ein reines Chaos und ich habe mich sehr oft einsam und verlassen gefühlt.

Kurz vor meinem Schuleintritt zogen wir plötzlich zu meinem Stiefvater, was ein großer Umbruch für mich gewesen war. Meine Hauptbezugsperson wurde mir von jetzt auf gleich entrissen und ich musste mich in einem neuen Leben zurecht finden. Die Bindung zu meiner Mutter empfand ich zu keiner Zeit als angemessen. Dort erlebte ich bis zu meinem Rauswurf mit 17 Jahren eine Zeit der Tyrannei. Ich erfuhr emotionalen Missbrauch, sehr viel Kälte und wenig Zusammenhalt.

Nach meinem Rauswurf nahmen mich die Eltern meines damaligen Freundes herzlich auf und ich glaube, ab diesem Moment begann ganz langsam mein Weg der Heilung, der jedoch zunächst einem Hölletrip glich. Meine Oma und mein alkoholkranker Onkel lebten seit dem Umzug von meiner Mutter und mir zu meinem Stiefvater in einem narzisstischen Abhängigkeitsverhältnis zusammen. Da die Bindung zu meiner Oma sehr stark gewesen ist, erlebte ich hier weiterhin viele gewaltvollen Konflikte, bis zu ihrem Tod als ich 25 Jahre alt gewesen bin. Mein Onkel starb wenige Jahre später. Erst nach dem Tod meiner Oma war ich dazu bereit, mich in therapeutische Hände zu begeben und alles Stück um Stück aufzuarbeiten, was mir in meiner Familie angetan wurde.

Es ist ein langer Weg des Heilwerdens, wenn die Seele so viel Grausamkeit erfahren musste. Auch wenn es mir heute sehr viel besser geht und ich gelernt habe, mit meiner Vergangenheit umzugehen, lerne ich noch immer viel dazu. Die Belastungsstörung, die sich in meiner Psyche eingeschlichen hat, ist ein Teil von mir und ich möchte mit dem Teilen meiner Erfahrungen anderen Betroffenen Mut machen, dass man trotz Angst und Depression ein erfülltes und lebendiges Leben erfahren kann.