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28. Oktober 2019

Die Angst zu versagen

Was ich in meinem Leben beobachte ist, dass ich dazu neige, innerlich unruhig zu werden, wenn ich eine Aufgabe zu erledigen habe. Wenn ich etwas tue, das damit verknüpft ist, ein positives Resultat für mich selbst oder für jemand anderen erzielen zu wollen. Also etwas leisten zu wollen.

Das geht mir nicht bei allen Aufgaben so. Es gibt Bereiche, da scheine ich mich sicher zu fühlen und ich mach die Dinge dann einfach im Vertrauen. Es gibt aber auch Dinge, wenn ich die angehe, merke ich, wie ich immer schneller dabei werde. Wie ich viel Energie dabei verbrauche. Angespannt bin und oftmals sogar zwischendrin stoppen muss, weil ich sonst das Gefühl verspüre, mich innerlich (im Kopf) zu „überschlagen“. Kennst du dieses Gefühl auch?

Wenn man während seiner Entwicklung erfahren musste, dass Leistung erbringen bedeutete, diese mit Druck erledigen zu müssen (Räum jetzt dein Zimmer auf! Mach jetzt deine Hausaufgaben, sonst…! …) Angst davor haben zu müssen, dass man Bestrafung erfährt, wenn man es nicht schafft. Wenn man vielleicht sogar erfahren musste, geschlagen zu werden, oder verbal runter gemacht zu werden, wenn man es nicht schaffte, oder einen Fehler tat. Und sich dann als Versager fühlen musste. Nicht gut genug. Nicht liebenswert.

Oder wenn man gar erleben musste, dass etwas sehr Schreckliches/Unheilvolles passiert ist, wenn man einen Fehler gemacht hat, etwas gesagt/getan hat, das einen anderen Menschen verärgerte. Wenn der Mensch dann sehr heftig und impulsiv gewaltvoll reagierte und man es irgendwie schaffen musste, zu überleben – dann werden all diese Verknüpfungen aktiviert, wenn man im späteren Leben wieder eine Aufgabe zu bewältigen hat. Etwas schaffen möchte. Im schlimmsten Fall aktiviert es sogar existentielle Ängste. Angst, zu sterben.

Oft kriegen wir das alles nicht wirklich mit. Wir leben einfach und spüren vielleicht, dass uns manche Verhaltensweisen nicht gut tun. Uns erschöpfen und wir mit der Art, wie wir Dinge tun, nicht happy sind. Im schlimmsten Fall vermeiden wir es ganz, die Dinge zu tun, bei deren Ausführung wir uns noch unsicher fühlen. Wir aber tief in uns spüren, dass das unser Weg sein könnte. Genau das zu tun, würde uns erfüllen und glücklicher machen. Doch wir gehen in die Vermeidung vor lauter Versagensangst.

Das ist verdammt schade, weil wir uns so oft nicht trauen, unsere Berufung zu leben, oder einen anderen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Ich habe mich darin geübt, mir in diesen Momenten selbst bewusster zu werden. Inne zu halten und ganz bewusst zu spüren, was in mir passiert. Ich übe mich darin, meine Versagensägste wahrzunehmen und mir darüber klarer zu werden, woher sie stammen und ich lerne, mit ihnen umzugehen. Ich lerne, anders an Aufgaben heranzutreten und ich gebe mir damit die Chance, meine Träume – beruflich wie privat – verwirklichen zu können.

Eine Übung, die ich mache, ist: Ich konzentriere mich beim Tun ganz bewusst auf meinen Körper. Auf meine Finger, wie sie jetzt z.B. die Tastatur berühren. Ich spüre hin zu meinem Gesäß, das in Kontakt mit dem Stuhl ist, auf dem ich sitze und ich spüre hinunter zu meinen Füßen, die fest auf dem Boden stehen. Das bringt mich weg von meinem Kopf, von den Ängsten in meinem Kopf, die mich schneller werden lassen. Die mich erschöpfen.

Diese Übung praktiziere ich schon recht lange. Und ich habe bemerkt, dass sie mir viel besser taugt, wenn ich genauer weiß, was ich in meinem Kopf loslassen darf. Wenn ich meine Ängste also gut kenne. Dann fällt es mir leichter, sie loszulassen. Was logisch ist. Denn wir können nur das loslassen, was wir zuvor auch in unseren Händen gehalten haben. Sonst weiß man ja gar nicht, was man überhaupt loslassen soll und das verunsichert einen auch und so fällt der Weg in den Körper, ins Vertrauen, schwerer.

Wenn du lernen möchtest, mit dir und deinen Gefühlen mehr ins Reine zu kommen, dann helfe ich dir gerne dabei über mein Buch. Tiefenkraft ist für mich die Kraft des Loslassens der Ängste. Ist die Kraft des Vertrauens in sich selbst – in den eigenen Körper. Sich dort wieder sicher und geborgen fühlen zu dürfen. Druck rauszunehmen, Kontrolle zu verringern und liebevoll mit sich selbst umzugehen, wenn man Fehler macht.

Sich den alten Wunden wertschätzend annehmen….

Glücksbewusstsein. Entdecke dein wahres Selbst. Fühl dich frei, vertraue und lebe. Jetzt.

 ♥

Diana

Bei Fragen rund um mein Buch schreib mich gerne an:

herz@gluecklichgesund.net

 

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Hallo du Glückskind! 

Ich bin Diana und ich lebe ein Leben mit einer Belastungsstörung.

Es gibt viele Menschen da draußen, die schreckliche Erfahrungen in ihrem Leben machen mussten und nicht wissen, wie sie diesen Schmerz heilen können. Ich selbst gehöre zu ihnen dazu. Mein oft schwerer Weg hat mich gelehrt, dass es möglich ist trotz Angst und Depression “Ja” zum Leben sagen zu können. Ein lebendiges Leben mit Gefühl und innerer Freiheit ist trotzdem erfahrbar. Der Weg dahin ist sicher herausfordernd und nicht immer leicht. Doch mit jedem Schritt zu sich selbst wird er leichter. Beziehungen werden echter und tiefer. Das Leben wird als freier und sinnhafter erfahren. Du gelangst in deine innere Kraft und stehst immer mehr über dem, was dir geschehen ist. Du lässt los und beginnst endlich damit, zu leben!

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Lebe endlich!

Auch wenn heute mein letzter Tag wäre, ich würde ihn lebendig verbringen.

Würde singen und springen, würde Dinge vollbringen, die bloße Lebensfreude in mir verbreiten.

Ich würde Riesenrad fahren und Zugvögeln beim Wegfliegen zuschauen. Ich würde Sonnenuntergänge und das Spiegeln der blau-lila Wolken im Seewasser bestaunen.

Ich würde Freunde besuchen, mein Lieblingsessen kochen, ins Kino gehen und dann vielleicht noch auf mein Lied abrocken.

Jedenfalls würde ich aufstehen und rausgehen, weil ich muss nicht mehr liegen bleiben. Ich bin heute nicht mehr erschlagen. Und ich lass mich nicht länger von meinen Gedankengespenstern jagen.

Ich kann mich von meinem Leben vertrauensvoll leiten lassen. Ich kann die alte Last abwerfen und neue Wege sich vor mir ausbreiten lassen. Ich kann loslassen.

Meinen Kopf fallen lassen. Mich tragen und treiben lassen.

 

 

 

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