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3. September 2019

Destruktive Beziehungen und deren Wert

Foto: Brigitte.de

Ich schreibe immer wieder gerne über das Thema „Paar-Beziehung“. Ich glaube, dass es vielen Menschen da draußen ähnlich geht wie mir.

Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die mir nicht das vorgelebt hat, was ich mir für mein eigenes Leben vorstelle, wenn es darum geht, Partnerschaft und Kernfamilie zu leben.

Daher fehlten mir viele Beziehungs-Jahre lang Fähigkeiten, die man benötigt, um eine gesunde, erfüllte Partnerschaft führen zu können – und ich hatte keine Vorstellung davon, wie ein Mann sein konnte, der mir gut tun würde.

Ich hatte wirklich viel Glück, was dieses Thema angeht. Ich hatte das Glück drei lange Beziehungen führen zu dürfen mit Männern, die sehr viele gesunde Anteile in sich trugen (das hätte in Anbetracht der Vorbilder, die ich in meiner Kindheit hatte auch anders ausgehen können) – und so konnte ich in diesen Beziehungen gemeinsam mit meinen Partnern wachsen und vieles über Beziehung und mich selbst lernen.

Allerdings hatte ich auch die Erfahrung machen müssen was es bedeutet, eine wirklich destruktive Beziehung zu leben – in der Wachstum so gar nicht möglich gewesen war, da kaum noch Ressourcen da gewesen waren vor lauter Destruktivität. Das waren echt harte Lernschritte – und ich glaube, dass es viele Menschen gibt, die in solchen Beziehungen (chronisch) feststecken, oder sich nicht gut von ihnen erholen können. Nur schwer wieder den Mut fassen können, sich trotz dieser Erfahrung auf einen neuen Menschen einzulassen.

Für mich waren diese Erfahrungen sicher mitunter die Härtesten. Abe sie waren im Nachgang auch die Lehrreichsten. Sie haben für mich mittlerweile einen hohen Wert. Und ich bin durch sie am stärksten gewachsen.

Weil sie mir ganz klar aufgezeigt haben, wo meine Lernfelder lagen. Wo ich noch mit meinem Selbstwertgefühl zu tun hatte. Wo ich noch hart zu mir selbst gewesen war. Wo ich mich selbst noch nicht angenommen hatte.

Sie haben mir außerdem mehr als deutlich aufgezeigt, was ich nicht haben möchte und demnach auch klar gemacht, was mir bei einem Partner wichtig ist. Ich konnte mich durch sie ganz neu ausrichten. Ich konnte plötzlich ganz klar definieren, wie mein Lebenspartner menschlich, charakterlich aufgestellt sein durfte. Und ich konnte lernen, mir selbst nach diesen Erfahrungen noch mehr Liebe, mehr Annahme und mehr Respekt schenken zu dürfen.

Ich habe durch solche Erfahrungen gelernt, wo es noch Abgrenzungsfähigkeiten bedarf. Wo ich noch lernen darf, stopp und nein zu sagen. Anderen Menschen keinen Raum zu gewähren, wenn ich selbst noch nicht dazu bereit bin, bei gewissen Dingen hinzuschauen.

Destruktive Beziehungen waren meine härtesten Gegner und gleichsam waren sie meine größten Lehrmeister. Ich möchte keine davon missen und ich bin dankbar für jede Erkenntnis, die ich aus ihnen mitnehmen konnte.

Ich denke, es ist auch hier die Einstellung, mit der man im Nachgang an solche Erfahrungen rangeht – die darüber entscheidet, ob man etwas daraus mitnimmt, oder ob man sich davon runterziehen lässt und in seiner Entwicklung stagniert.

Ich habe mich dazu entschieden aus diesen Beziehungen zu lernen und ich habe sie definitiv für mich genutzt. Es ist eine wirklich hilfreiche Einstellung, aus allem, was einem widerfährt, einen Nutzen ziehen zu wollen. Sich zu fragen, welchen Sinn das alles für das eigene Leben haben kann?

Das kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen, dahin den Fokus zu lenken, wo man etwas für sich mitnehmen kann.

Man darf betrauern, dass man eine harte Zeit durchleben musste. Mit viel Stress und Streit und vielleicht sogar starker Übergriffigkeit – das ist ein Teil davon. Und trotzdem, finde ich, ist es sinnig und gesund, danach den Fokus auf das zu richten, was es an Wert für einen gebracht hat. Und alles hat einen Wert, wenn man bereit ist, ihn erkennen zu wollen.

Ich wünsche keinem der Menschen, die mich in Beziehung herausgefordert oder gar überfordert haben etwas Böses. Ich bin nicht im Groll, oder in einer anderen ablehnenden Haltung, weil ich weiß, dass ich mir damit selbst den größten Schaden zufügen würde. Ich übernehme selbst die Verantwortung dafür, dass ich das erlebt habe und habe daraus gelernt. Bin gereift, selbstsicherer und selbstbewusster darüber geworden. Hätte ich daran festgehalten, es als mein Schicksal betrachtet, mich immer wieder gefragt, warum all das ausgerechnet mir passieren musst?! – dann hätte ich stagniert, chronisches Leid erzeugt und hätte mich nicht weiterentwickeln können.

Gerne unterstütze ich dich dabei, dir bewusster darüber zu werden, wie du Partnerschaft leben möchtest und wie du dich aus ungesunden Beziehungen lösen und klarer nach vorne blicken kannst.

Denn auch wenn man mal in so einer Beziehung landet, bedeutet das nicht, dass man genau das verdient hätte, oder man ohnehin immer wieder die Gleichen anziehen würde … oder oder oder…

Du kannst entscheiden, was du in dein Leben ziehen möchtest:

Glücksbewusstsein: Entdecke dein wahres Selbst. Fühl dich frei, vertraue und lebe. Jetzt.

Diana

Bei Fragen rund um mein Buch schreib mich gerne an:

herz@gluecklichgesund.net

 

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Hallo du Glückskind! 

Ich bin Diana und ich lebe ein Leben mit einer Belastungsstörung.

Es gibt viele Menschen da draußen, die schreckliche Erfahrungen in ihrem Leben machen mussten und nicht wissen, wie sie diesen Schmerz heilen können. Ich selbst gehöre zu ihnen dazu. Mein oft schwerer Weg hat mich gelehrt, dass es möglich ist trotz Angst und Depression “Ja” zum Leben sagen zu können. Ein lebendiges Leben mit Gefühl und innerer Freiheit ist trotzdem erfahrbar. Der Weg dahin ist sicher herausfordernd und nicht immer leicht. Doch mit jedem Schritt zu sich selbst wird er leichter. Beziehungen werden echter und tiefer. Das Leben wird als freier und sinnhafter erfahren. Du gelangst in deine innere Kraft und stehst immer mehr über dem, was dir geschehen ist. Du lässt los und beginnst endlich damit, zu leben!

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Lebe endlich!

Auch wenn heute mein letzter Tag wäre, ich würde ihn lebendig verbringen.

Würde singen und springen, würde Dinge vollbringen, die bloße Lebensfreude in mir verbreiten.

Ich würde Riesenrad fahren und Zugvögeln beim Wegfliegen zuschauen. Ich würde Sonnenuntergänge und das Spiegeln der blau-lila Wolken im Seewasser bestaunen.

Ich würde Freunde besuchen, mein Lieblingsessen kochen, ins Kino gehen und dann vielleicht noch auf mein Lied abrocken.

Jedenfalls würde ich aufstehen und rausgehen, weil ich muss nicht mehr liegen bleiben. Ich bin heute nicht mehr erschlagen. Und ich lass mich nicht länger von meinen Gedankengespenstern jagen.

Ich kann mich von meinem Leben vertrauensvoll leiten lassen. Ich kann die alte Last abwerfen und neue Wege sich vor mir ausbreiten lassen. Ich kann loslassen.

Meinen Kopf fallen lassen. Mich tragen und treiben lassen.

 

 

 

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